Berichte

Maskenspektakel inklusiv "Ach, wie gut, dass niemand weiß..."

hat mit zahlreichen, verschiedenen Präsentationen 2016 auf sich aufmerksam gemacht und wurde bereits von verschiedenen Seiten für dieses Jahr angefragt.

In zahlreichen neuen Maskenperformances mit Musik wird sich die inklusive Theatergruppe „anders eben“ zeigen (siehe Besondere Veranstaltungen).

Mit selbstgebauten Masken erzählen die unterschiedlichen Maskenfiguren der inklusiven Theatergruppe „anders eben“  ganz ohne Worte, aber nicht sprachlos, über ihre Vorlieben, Besonderheiten und Ticks. Begleitet werden sie  dabei teilweise von percussiven Musikinstrumenten.
Das Maskenspektakel inklusiv ist das erste Projekt des 2015 gegründeten Vereins ZiKK (Zentrum für inklusive Kunst und Kultur)*; hervorgegangen aus zwei vom IM initiierten inklusiven Theater- und Musikprojekten. (Herzlauschen 2012 und Spurensuche 2015)

Verschiedene Ateliers bilden in ihrem Zusammenwirken das „Maskenspektakel inklusiv“. Es ist konzipiert als eine inklusive Kunstaktion von (und mit) Menschen mit und ohne Handicap. Menschen mit Behinderung wird damit die aktive Teilhabe an kultureller Arbeit ermöglicht.

Das in den Ateliers zunächst in einzelnen Kunstsparten Erarbeitete wird in einem zweiten Schritt und im Zusammenspiel mit den anderen Künsten zu einer Gesamt-Performance montiert, die in der Öffentlichkeit der Stadt Essen präsentiert wird.

 06 ZIKK steht für gelebte Inklusion. Projekte des Vereins richten sich an alle interessierten Menschen, die über und mit Kunst in der Gemeinschaft selbst zu Kunstschaffenden werden möchten. Ziel der Kunstprojekte sind öffentliche Präsentationen der Ergebnisse aus den Kunstateliers, die das (städtische) Kulturleben durch ihre Vielfalt bereichern.

 

Maskenspektakel inklusiv
02.07.2016
Auftritt der Maskenspielgruppe zum 30 Jährigen des IM auf dem Webermarkt in Essen.
Weberstraße 1, 45127 Essen - 15:00 Uhr

25.09.2016 - Kunstspur
Maske trifft Musik
Auftritt von Maskenspiel- & Musikgruppe während der Kunstspur Essen
Gemeindezentrum Billebrinkhöhe, Billebrinkhöhe 72, 45136 Essen - 16.00 Uhr und 17.00 Uhr

23.10.2016 Maske trifft Musik
Auftritt von Maskenspiel- & Musikgruppe beim Flohmarktcafe im Gemeindezentrum Billebrinkhöhe
Billebrinkhöhe 72, 45136 Essen - 15:00
 
13.11.2016 Maske trifft Musik
Auftritt von Maskenspiel- & Musikgruppe beim Basar im Gemeindezentrum Billebrinkhöhe
Billebrinkhöhe 72, 45136 Essen - 12:00 und 14:00 Uhr

 

„Maskenspektakel inklusiv“ wurde ermöglicht durch die freundliche Förderung von:

01 Sparkasse Essen 02 Heidehof Stiftung 05 LVR  
10 LAG 09 LAG Sozialkultur

Einen herzlichen Dank!

Politisches Nachtgebet
07.07.2016

„Das war ein ganz besonderer Abend“ so lautete eine der Reaktionen am Ende der Veranstaltung.

Besuch war gekommen aus Beirut. Dr. Chris Lange, Sozialarbeiterin der deutschsprachigen Gemeinde und Frau des Pfarrers. Sie hatte Fotos mitgebracht von der Gemeinde, von dem schönen Libanon, mit blühenden Obstbäumen und Schnee im Gebirge gleichzeitig, in der Bibel der Inbegriff des Fruchtbaren und Starken, „wie eine Zeder auf dem Libanon“. Die Schönheit des Orients hatte auch der maaronitische Priester und Dichter Yussuf Assaf besungen, dessen Gedichte seine Frau Dr. Ursula- Assaf-Nowack, die nach seinem Tode in Duisburg lebt, eindrucksvoll vortrug.

Schöne Fotos von einer Libanon-Reise vor 23 Jahren hatten auch die Schermeiers dabei, aber auch Bilder vom zerschossenen Beirut. Bürgerkrieg damals, heute der Interventionskrieg in Syrien – da ist viel Not, da gibt es Probleme, und viel zu tun. Chris Lange ist ganz nah dran, hat auch mitgewirkt bei einem kleinen Film über die Bemühungen, Schulen in den provisorischen Flüchtlingscamps zu organisieren. Die Flüchtlinge waren das eigentliche Thema des Abends. Wir sind näher heran gekommen, und fröhliche spielende Flüchtlingskinder haben wir gesehen.

Zu den Billebrinkhöher Nachtgebeten gehören auch immer Bibeltexte, gemeinsam gesungene emotionale visionäre und traurige Lieder im Wechsel mit dem „Chor von den Hecken und Zäunen“, und natürlich die Spendensammlung. In Verbindung mit denen, die vorher gespendet hatten, sind 1.770 Euro zusammen gekommen.

Vielleicht wären noch mehr Menschen gekommen als die knapp 60, wenn sich unser Beirut-Besuch nicht ausgerechnet auf den Tag des Fußball-Halbfinales festgelegt hätte. Trotzdem: „Das war ein ganz besonderer Abend“ – ja, das empfand ich auch so.



Dieter Schermeier

PolitischesNachtgebet 02 2016 07 07   PolitischesNachtgebet 03 2016 07 07



Jubiläumsfest auf dem Weberplatz
02.07.2016

Ein rundum gelungenes Jubiläumsfest mit vielen schönen Eindrücken!

Weberplatzfest 0116  Weberplatzfest 0306  Weberplatzfest 0329 
 Weberplatzfest 0442  Weberplatzfest 0446  Weberplatzfest 0526
 Weberplatzfest 0537  Weberplatzfest 0590  Weberplatzfest 9901

weberplatzfest2016

Fachtag "Räume verändern und nicht Menschen"
28.06.2016

Teilgenommen haben an diesem Fachtag etwa 80 Teilnehmer. Beeindruckend war der Vortrag von Prof. Hinte (Uni Duisburg/Essen), das Grußwort sprach Sozialdezernent Peter Renzel. Aufgrund einer Kooperation war auch die Behindertenkoordinatorin der Stadt Zabre, Helena Budzanowska, gekommen und hat ebenfalls ein Grußwort gesprochen.

Ein Tag mit vielen Anregungen, herzlichen Dank allen Referenten, Moderatoren und Gästen!

Fachtag2016 Flyer

renzel budzanowska hinte

Milonga des Integrationsmodells Essen e.V. -
ein offenes Tango-Tanzfest für Jedermann

25.06.2016

Als Abschluss unserer „inklusiven“ Tangokurse haben wir eine Milonga (Tango-Tanzveranstaltung) in gut gelungener und freundlicher Atmosphäre durchgeführt.

Alle TeilnehmerInnen und Gäste haben für ein überwältigendes Buffet mit ideenreichen und leckeren Angeboten gesorgt. Darüber hinaus ist ein Spendenbeitrag für den IM OV Essen über 118 Euro zusammen gekommen.
Diese Unterstützung war uns sehr wichtig, weil es unser Anliegen ist, dass dieses Haus als „inklusives Forum mit Musik, Theater, Tanz, Kreativität, Gottesdienst, Begegnung, politische Aktion, Vielfalt…..“erhalten bleibt.

Als Kursleiter waren wir sehr erfreut über die Tänze und Rückmeldungen der TeilnehmerInnen. Wir konnten erkennen, dass Tangotanzen nicht nur „Gehen in Umarmung“ ist. Jede/r hat die Möglichkeit genutzt, auf seine persönliche Art zu tanzen, gesehen und respektiert zu werden, so wie er/sie ist. Lachende Gesichter, Freude, Energie, Kommunikation und vielfältige Bewegungsabläufe waren sichtbare Ergebnisse unserer Zusammen- arbeit.
Dazu hat auch unser DJ Federico mit seiner schönen Tangomusik beigetragen und für eine gute Stimmung gesorgt.

Erwähnen möchten wir auch die gemütliche Räumlichkeit mit demgut geeigneten Fußboden.

Wir freuen uns auf die Wiederholung einer Milonga im Dezember als Abschluss der nächsten Kurse, die am 27.9.2016 beginnen, und wir hoffen auf viele neue tanzbegeisterte und neugierige TeilnehmerInnen.


Maria und Wolf

Kontakt: Maria Siebert-Güner (Tel. 0201-666103 oder 0163-6661033) Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Milonga  Milonga  Milonga 

Integratives Hallenfußballturnier
25.06.2016

Wir sagen danke für Teilnahme, Unterstützung, Backkünste und Anfeuerungen.

Wir haben zwar das Turnier als Fußballer nicht gewonnen, aber es war eine schöne Veranstaltung:

Die Stimmung war super, wir hatten:

- genug zu essen, (danke an alle Helfer drinnen am Stand und draußen am Grill)
- dafür schlechtes Wetter,
- nur ein leicht Verletzten (was macht der Fuß?),
- einen Zuschauer, der von seiner Gruppe in der Halle vergessen wurde (die Mitarbeiterin ist nochmal zurück gekommen),
- viel Spaß!

(Susanne, René und Jürgen)

Fussballturnier 01 2016 06 25  Fussballturnier 02 2016 06 25  Fussballturnier 03 2016 06 25 

Theaterstück "Das Leben als Karawane"
17.06.2016


Kleines Erzähltheater

Angekündigt als „Erzähltheater“ der Interkulturellen Frauengruppe „Odysseus Schwestern“ aus Castrop Rauxel überbot der Abend die Erwartungen bei Weitem:

Spannend, sehr bewegend mit erlebten und möglichen Begegnungen, Erfahrungen, die sich ähneln oder die ganz verschieden sind. Die Darsteller wurden immer verstanden, egal in welcher Sprache sie gerade gesprochen haben, anrührendes Spiel!

Regie: Erika Römer



Bläsertrio - Konzert 12.06.2016

Einhellige Begeisterung über so schöne Musik gab es nach dem gut besuchten Konzert mit dem Holzbläsertrio am 12.Juni 2016:

So wunderbares, spannendes Musizieren in einem eher seltenen Zusammenspiel von zwei Klarinetten und Fagott. „Ich wusste ja gar nicht, wie schön solche Bläsermusik sein kann! Ich kannte das ja gar nicht und wusste nicht, was mich da erwartet. Das war sehr schön! Das hat so viel Freude gemacht, dieser Musik zuzuhören, aber auch das Zuschauen war schön, richtig spannend, diese Instrumente zu sehen, die eher selten als Kammermusikgruppe zusammen spielen.“ „Wirklich schön!“ Und in der kurzen Pause zwischendurch konnte man sich schon auf den zweiten Teil freuen! Das war der Tenor begeisterter Zuhörer..

Blaesertrio Flyer 2016 06 12

Instrumental- und Chorkonzert
05.06.2016

„Fülle – ersehnt, geatmet, gefeiert“

 

Ein Rückblick der Beteiligten:

„Das war ein Füllhorn musikalischer Stilrichtungen, teilweise richtig schön wild! Danke, Irmi! Und eine typisch launige Schermeier-Moderation hat zum Gelingen des Ganzen beigetragen. Uns hat´s gefallen.“

„Ich möchte mich auch im Namen von A. für das wundervolle Konzert bedanken. Was uns so gut gefallen hat, war die Auswahl der Stücke, eine schöne Variationsbreite. A. meinte, man hätte die Ohren immer wieder umklappen müssen! Alle Vortragenden waren gut, aber Du, Irmi, wie hast Du das geschafft mit dem Debussy, unglaublich.“

Das waren schriftliche Äußerungen.

 

Es ist schön, auch mündlich nach dem Konzert immer wieder sehr dankbare Reaktionen zu erleben.

Sehr erfreut sind wir beide über die Mitglieder der IM-Wohngruppe Billebrinkhöhe. Sie sind selbstverständlich da, aufmerksam und ruhig, und danken uns mit dem Lächeln auf ihrem Gesicht.

 

„FÜLLE“ sollte es sein, theologisch-inhaltlich, bildlich mit dem Naturmotiv, und mit den unterschiedlichen Klängen: Es sang ein glockenreiner kleiner Chor mit Werken von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert. Die virtuose Akkordeonistin Tatjana Pereswetov spielte hinreißende Tangos. Irmgard Huber-Schermeier am Klavier gab ganz andere, zarte Düfte und Impressionen hinzu mit Préludes von Debussy. Und wirklich z.T. wild ging es zu bei „Marilina“ für Akkordeon und Klavier.

Zum Schluß stimmte Der Chor Billebrinkhöhe alle Anwesenden ein auf den gemeinsamen Gesang „all Praise to Thee“: FÜLLE

Irmgard und Dieter Schermeier

 

chorkonzert

Jubiläumsball im Steeler Stadtgarten
23.04.2016

Moderation und Gestaltung: Tanzschule Lentz
 

Stimmen zum Ball

Samstagabend, der festliche Saal des Steeler Stadtgartens ,mit Rosengestecken dekorierte  Tische, Festlich gekleidete Menschen, eine gute Stimmung , ein wohlschmeckendes Buffet . Eine wirklich schöne, einem Ball zum 30 Jubiläum angemessene Atmosphäre , Die Bigband Band, mit ihrer Musik vom Tango bis hin zum Diskofoc sorgt dafür , dass die Tanzfläche immer gut gefüllt ist und macht diesen Abend zu einem ganz besonders wunderschönen  Ballabend .
Danke dafür , Heike Reichelt
 
Fröhliche Menschen mit schicken Kleidern und bunten Schlipsen tanzen
Walzer, Hip-Hop, Rumba, Cha-Cha-Cha.
Essen lecker, trinken guten Wein, unterhalten sich.
Eifrige Hände tragen Teller von Tischen, füllen leere Gläser auf.
Musiker zupfen, schlagen, tuten und blasen.
Müde Füße und heiße Reifen schunkeln im Dunkeln glücklich nach Hause.
Christian Gleißner
 
Ein Ball ist eine runde Sache. So war es auch bei unserem diesjährigen IM Ball im Stadtgarten. Auch wenn es hier und da etwas mit der Technik ruckelte, tat es der Stimmung keinen Abbruch. Es gab viel zu sehen, zu tanzen und natürlich auch zu essen. Es war ein gelungenes Fest, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Michael Klisch
 
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Herzflüstern“ – eine szenische Collage

Die Marienburger Theatergruppe aus Gescher im Münsterland, eine inklusive Gruppe von 11 Schauspielerinnen und Schauspielern unter Leitung von Michael Riek, zeigte einzelne Szenen, die ein „großes Ganzes“ ergaben, ohne eine fortlaufende Geschichte zu sein. Vielfältige Arten von Tanz, Pantomime, Gesang und Gespräch wurden gezeigt. Jede einzelne Szene war berührend, der Funke sprang über, und das Publikum war begeistert. Nach einer Zugabe feierten Zuschauer und Spieler_Innen gemeinsam, bevor die Theatergruppe die Rückfahrt antrat.

Auf Wiedersehen in der Studiobühne Billebrinkhöhe – bis zur nächsten Produktion!

 
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  Fotos von: H. K. Fotobox
 

„Himmelsmusik“ – das war es wirklich!

Ein liebevoll von Theresia Norpoth-Werber zusammengestelltes Programm, bestens vorbereitete Geigenschülerinnen und Klavierschüler, eine schöne Atmosphäre, viel Dank von Seiten der WG-Heidehang und des Integrationsmodells Essen für die Spendeneinnahmen beim Benefizkonzert am 19.März.

Ein gemeinsames Kaffeetrinken mit Mitwirkenden und Zuhörern rundet diesen wunderschönen Nachmittag ab. Hier klicken zum Flyer

Allen Beteiligten der Folkwang Musikschule ein herzliches Danke-SCHÖN:                                            

Frau Norpoth-Weber und ihrer Geigenklasse
Herrn Hans-Günther Weber und seinen Klavier-Schülern
Herrn Wehr
Herrn Mönkediek von der Grafik-Abteilung der FMS für das wunderschöne Plakat!


Benefizkonzert Himmelsmusik

 

 

 

 Einen ganz besonderen „Nachmittag mit Rainer Schmidt“ erlebten die zahlreichen Besucher im Gemeindezentrum Billebrinkhöhe in Essen-Bergerhausen am 20.2.2016 ab 15 Uhr.

Kabarett zum Lachen und Nachdenken - über das, was Inklusion braucht und ausmacht, über Behinderung und Grenzen, über dich und mich und noch viel mehr…

Gemütlicher Ausklang mit leckerem Imbiss und Gelegenheit für Austausch, zutiefst berührt und erfüllt von dem Gehörten und Erlebten gingen alle nach Hause.


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Rainer Schmidt ist Pfarrer, Referent, Autor, Moderator und Kabarettist, Mensch ohne Arme und mit nur einem ganzen Bein. 

Er bekennt:

„Zum Glück sehe ich nicht so normal aus wie mein Publikum.“

Sein Lebensmotto „Lieber Arm ab als arm dran“ oder auch „Keine Hände, keine Langeweile“

 

 Kein Eintritt:

Bitte um eine Spende für ein originelles Projekt der Flüchtlingshilfe:

„Give me FIVE!“

Dazu schreibt der Spieleverlag Steffen-Spiele: Mit Spielen kennen wir uns aus! Wir möchten unsere Erfahrung als Verlag einbringen und eine ambitionierte Idee umsetzen. In einer handlichen Spieleschachtel haben wir eine Sammlung aus fünf verschiedenen Spielen vereint. Mit einem Satz aus zweifarbigen Spielesteinen lassen sich sowohl Kinder- als auch Erwachsenenspiele spielen. Der Schachtel soll ein Regelbuch mit Übersetzungen in den wichtigsten Sprachen beiliegen, die in den Unterkünften gesprochen werden. FIVE! Soll in hohen Auflagen produziert und bundesweit kostenlos in Flüchtlingsunterkünften, Begegnungszentren und anderen Einrichtungen verteilt werden.

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Helfen Sie mit, das Projekt zu verwirklichen.

Dieses Projekt der Flüchtlingshilfe suchte sich Rainer Schmidt und bat um Unterstützung, die reichlich gewährt wurde.

 

Brigitte Hiss - Spiel mit Farben


Vom 30. Juli bis Mitte Oktober 2015 fand im Augustinum Essen eine Austellung mit Seidenkunst aus vier Jahrzehnten statt.

 

Vernissage mit Musik und Textbeiträgen war am 30. Juli 2015.

Der Verkaufserlös war für das Integrationsmodell OV Essen e.V. bestimmt.

Wir danken Brigitte Hiss für das großzügige Geschenk Ihrer Werke und dem Augustinum Essen für die Möglichkeit zu dieser schönen Ausstellung!

 

 

Italienische Live Musik mit Lupa Covella

Benefizveranstaltung zugunsten Krebskranker Kinder in Essen
07.02.2016

Lupa Covella,1982 in Italien geboren, gilt als poetischer Liedermacher an der Gitarre. Beeinflusst von den großen italienischen Musikern wie De André, De Gregor, und Paolo Monte, entführt seine klare und warme Stimme den Zuhörer in fantastische Welten, in Geschichten aus dem alltäglichen Leben, über Liebe und vergessene Poeten. Lupa Covella ist Mitarbeiter des Integrationsmodells OV Essen e.V..

 

Am 7.Februar 2016 fand im Forum Billebrinkhöhe ein wunderbares Konzert mit ca. 70 Zuhörern statt.
Lupa Covella, ein italienischer Liedermacher, hat eigene italienische Lieder vorgetragen, in denen er seine Beziehung zu seiner Frau und seinem Kind besingt.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung war frei, die Spenden waren bestimmt für die Essener Elterninitiative krebskranker Kinder.

Wir danken Lupa Covella für dieses schöne Konzert. Begleitet wurde Lupa Covella von Miriam Koppa auf der Bratsche, seiner Frau Mareike mit Gesang sowie seinem Schwiegervater auf der Mundharmonika.

Unermüdlicher Anwalt für die Vielfalt – Philipp Nessling

ein Portrait von Jennifer Schumacher
16.07.2015 | 12:00 Uhr Quelle: WAZ, Der Westen


Pfarrer Philipp Nessling, Foto: Alexandra Roth

Pfarrer Philipp Nessling ist 80 und denkt nicht ans Aufhören. Jetzt plant er etwas Einzigartiges: ein integratives Kunst-und Kulturzentrum.

Foto: Alexandra Roth

Philipp Nessling hat die Behindertenarbeit der Stadt wie kaum ein anderer geprägt.
Mit 80 Jahren denkt er nicht ans Aufhören. Im Gegenteil.

"Wenn Menschen die Vielfalt lieben und wollen, dann kann Inklusion gelingen", sagt Philipp Nessling. Der in Bergerhausen lebende Pfarrer gehört zu den Vorreitern in der Stadt, wenn es darum geht, ein Miteinander zu ermöglichen. So gehörte er 1986 zu den Mitbegründern des Integrationsmodells Essen und beschäftigte sich sein Leben lang mit der Frage, wie behinderte Menschen an Bildung und Kultur teilhaben können.Obwohl er erst vor Kurzem seinen 80. Geburtstag feierte, denkt er gar nicht daran, seine Arbeit als erledigt anzusehen. Im Gegenteil: Im Gemeindezentrum Billebrinkhöhe plant er gemeinsam mit dem Integrationsmodell ein in der Stadt bislang wohl einzigartiges Projekt. Ab Januar soll dort ein Kunst- und Kulturzentrum entstehen, das behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsam nutzen. Ermöglicht wird das durch den Beschluss der evangelischen Gemeinde Bergerhausen, das 50 Jahre alte Haus auf der Billebrinkhöhe aufzugeben. Das strukturelle Defizit in Höhe von rund 100 000 Euro mache deutlich, dass die drei großen Zentren – Johanneskirche, Billebrinkhöhe und Weserstraße – für eine kleine Kirchengemeinde mit gerade 3500Mitgliedern nicht zu finanzieren seien, heißt es in dem Bericht aus der Gemeindeversammlung.

"Mit unserem Vorschlag wird das Haus weiterhin ein Ort der Begegnung bleiben. Dank eines Sponsors kann das Haus in Teilen saniert werden, außerdem sind dieBetriebskosten für die nächsten Jahre gedeckt", freut sich Nessling, der mit dem Zentrum seine Jahrzehnte langen Bemühungen gemeinsam mit dem Vereinkontinuierlich fortsetzt.

Erste Station in Katernberg
Es war wohl ein Semester während seines Studiums in Bethel, vermutet der Theologe, das ihn für die Arbeit mit Behinderten sensibilisierte. Während seiner ersten Vikar- und später Pfarrerstelle in Katernberg von 1960 bis 1972 entwickelte sich außerdem ein Schwerpunkt in der Kinder- und Jugendarbeit. "Der Bergbau florierte, es gab unglaubliche viele Kinder", erinnert sich Nessling, der schließlich im Auftrag der Landeskirche den Konfirmandenunterricht modernisierte – auch für geistig behinderte Jugendliche. Nessling nahm an Fortbildungen teil und entwickelte das Konzept der integrativen Körperarbeit, mit dem die Körperwahrnehmung der Kinder und Jugendlichen über Partnerübungen gestärkt wird. "Ich habe es auch als seelsorgerische Aufgabe gesehen, die Kompetenz der Eltern zu stärken", sagt Nessling, der mit seiner Ehefrau Irmgard Gessner selbst acht Kinder großzog. Darunter vier leibliche und vier Pflegekinder, die sie aus einer zerfallenen Familie bei sich aufnahmen.

Wie er dabei noch die Kraft für die herausfordernde Arbeit fand? "Es macht mir einfach Spaß, das tut es bis heute", sagt der 80-Jährige, der 1984 die damals bundesweit erste Pfarrstelle für integrative Behindertenarbeit beim evangelischen Stadtkirchenverband Essen übernahm, die er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 mit Leib und Seele ausfüllte. Neue Wege in der Behindertenarbeit zu gehen und etwas zu wagen – diesem Credo entsprang 1986 auch die Vereinsgründung des Integrationsmodells. "Mir war damals aufgefallen, dass viele Eltern sich für ihre Kinder ein Erwachsenenleben wünschen, in dem sie nicht in einem großen Heim, sondern in kleineren Wohngruppen so eigenständig wie möglich leben", nennt Nessling den Hauptantrieb. Als Modellprojekt entstanden wenig später die ersten beiden Wohngruppen. Heute sind es bereits 17, die sich über die gesamte Stadt verteilen. Ein Erfolg, der zeigt, dass sich Gesellschaft ändern kann, wenn sich jedes ihrer Mitglieder einen Ruck gibt.

Quelle: www.derwesten.de/staedte/essen/sued/unermuedlicher-anwalt-fuer-die-vielfalt-philipp-nesslingid10885700.html

Spurensuche im Essener Rathaus

Februar und März 2015


Ende Februar 2015 gab es drei Vorstellungen von "Spurensuche" im Essener Rathaus, Anfang März dann noch zwei weitere Vorstellungen in der Kirche Billebrinkhöhe mit insgesamt fast 600 Zuschauern. Es spielten das Theaterensemble "anders eben" und die Band "Lenial", insgesamt 30 Menschen mit und ohne Behinderung.

Spurensuche
Ein inklusives Theaterstück mit Livemusik
Theater AG "anders eben" und Band "LENIAL"
des Integrationsmodells Essen e.V.


Fotos der Theateraufführung
Regie: Sigrid Noveski, Erika Römer
Assistenz: Sirka Elfert
Bandleader: Kevin Sheahan-Weishof
Film: Martin Olmert, Stina Koch
Lichtdesign: Saša Noveski
Kostüme: Regine Breitinger
Tontechnik: Klaus Dannenberg


Bilder der Theateraufführung

 


Spurensuche - ein besonderes Projekt

Spurensuche ist die zweite Inszenierung des jungen IM-Theaterensembles "anders eben". Es ist vor allem ein Bühnenprojekt von Behinderten und auch mit ihnen. Zusammen mit Nichtbehinderten bildet das Ensemble selbst den Ausgangspunkt des künstlerischen Schaffens und die Geschichten der Akteure den Kern der Inszenierung.
Allein die Spielbegeisterung und die Bereitschaft, sich auf einen 10 monatigen Probenprozess einzulassen, sind der Maßstab für die Mitgestaltung an der Inszenierung. Das Ensemble ist offen für alle Theaterbegeisterten, die Interesse haben, sich als kunstschaffende Subjekte einzubringen und die Inhalte des Stücks selbst zu bestimmen.
Auf der Bühne reflektieren die Darstellenden ihr Leben. Die Szenen speisen sich aus den Erfahrungen, Wünschen, Fantasien und Visionen jedes Einzelnen. Dabei kommt nicht nur das persönliche Profil, das eine Behinderung (wie eine Nichtbehinderung) ausmacht, zur Geltung. Das Stück selbst wird zum eigen-willigen Kunstwerk, in dem die ästhetischen Mittel die Einzigartigkeit jedes Schauspielers - ungeschminkt und in seiner Authentizität - zum Ausdruck bringen und durch die organische Verbindung zwischen Theater-, Bewegungs- und Tanzelementen mit Musik einen eigenen, unverwechselbaren künstlerischen Ausdruck schaffen.

Die Mitwirkenden begeisterten das Publikum mit Einfallsreichtum, schönen Kostümen und Spielfreude. Beeindruckend war in allen Szenen die Authentizität der Spieler, oder wie ein Zuschauer sagte: "Es war berührend, dass jeder so sein durfte, wie er ist."


Förderung und Dank

Unser Dank für die Förderung dieses inklusiven Theaterprojektes gilt:

 Stiftung HeidehofSparkasse EssenAktion Mensch

Ohne diese maßgebliche finanzielle Unterstützung wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.

Unser Dank gilt dem Oberbürgermeister der Stadt Essen, Herrn Reinhard Paß, der uns das Foyer des Rathauses zur Verfügung gestellt und die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat. Nur Orte, die mit Rollstühlen und Elektro-Rollstühlen ohne Rampe oder Hubanlage befahrbar sind, ermöglichen uneingeschränkte Inklusion.
Dass das Foyer des Rathauses als zentrale Begegnungsstätte für die Bürger unserer Stadt zur Verfügung gestellt wird, empfinden wir als ein Zeichen gelebter Inklusion. Dafür danken wir sehr herzlich.

Brigitte Hiss

Seidenkunst aus 4 Jahrzehnten 

Vom 3.4.-17.4.2016 fand im Gemeindezentrum Billebrinkhöhe eine Ausstellung mit Seidenbildern statt.

Interessiertes Publikum, schöne Musik für Cello und Klavier, stimmungsvolle Bilder auf verschiedenen Arten von Seide, einladendes Café – eine gelungene Vernissage eröffnete die Ausstellung, die anschließend tagsüber von interessierten Gästen und Käufern besucht wurde.

Wir danken Brigitte Hiss für das großzügige Geschenk ihrer Werke!

Der Verkaufserlös ist für das Forum Billebrinkhöhe – Inklusive Kultur des Integrationsmodells OV Essen e.V.

Flyer zur Austellung

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Kerzenziehen

Einmal monatlich gibt es die Möglichkeit, in der Billebrinkhöhe* eigene Kerzen aus 100% echtem Bienenwachs zu ziehen.

Bilder vom Basar 2013

Kerzen sind Zeichen der Hoffnung, Licht in der Dunkelheit, und sie schenken Wärme. Man benötigt keinerlei Vorkenntnisse und Fertigkeiten, um Kerzen zu ziehen, lediglich etwas Geduld. Denn zwischen den einzelnen Tauchgängen muss die begonnene Kerze ausreichend gekühlt werden.

In offener Runde mit viel Herzlichkeit, netten Gesprächen und bei Kaffee und Kuchen ist das aber gar nicht so schwer. Und so wird dieses Angebot gerne wahrgenommen von Menschen mit und ohne Behinderung, die sich freuen, eine eigene Kerze herzustellen – vielleicht als Geschenk für einen festlichen Anlass, zum Trost für einen Freund oder schon als Weihnachtsvorbereitung. Es ist ein offenes Angebot, bei dem man dann kommen kann, wenn es einem gerade passt, es gibt also keine feste Gruppe mit verpflichtenden Terminen. An manchen Terminen waren auch viele Kinder mit ihren Müttern oder Großmüttern da, wie auch Männer und Väter vertreten sind.

Kosten: 3 € für 100g Wachs. Das entspricht etwa einer langen schlanken Kerze.

Kreativ-Workshop D R U C K E N

Bilder vom Basar 2013


Wie in einer echten Künstler-Werkstatt sah es aus: Unzählige verschiedene Farbtöpfe, Tuben, Pasten, Pinsel und Wasser standen vorbereitet auf mehreren Tischen, die allesamt von einer Plastiktischdecke geschützt waren. Eine dicke Rolle Baumwollstoff, T-Shirts, zahlreiche, verschiedene Sorten edles Papier, Schneidemaschine, Druck-Presse, Stempel aller Art: Rollen, Handstempel aus Holz mit Moosgummi oder kleine Stempel mit ganz zarten, feinen Motiven, verschiedene dicke Pappen, Pflanzenranken, ein großer Topf voller Kartoffeln, aus denen man das gewünschte Motiv erst selbst ausschneiden muss… In einer anderen Ecke stand der Imbiss bereit: Vegetarischer Nudelsalat sowie mehrere köstliche Kuchen, Kaffee, Tee und Wasser. So einladend wurden alle Teilnehmer begrüßt. Zahlreiche Kinder im Alter von 3- ca. 12 Jahren kamen mit ihren Müttern, Frauen aus der Gemeinde Bergerhausen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderung, ehrenamtliche Helfer. Sie alle verbindet die Freude am kreativen Arbeiten und der Wunsch, neue Techniken kennenzulernen und nach Herzenslust ausprobieren zu können. Jeder arbeitete für sich, holte sich bei Bedarf jedoch gerne Anregungen von anderen Teilnehmern. Es gab sehr berührende Momente: als ältere Kinder erwachsene Menschen mit Behinderung in ihrer Arbeit handwerklich unterstützten, den Rollstuhl (mit Erlaubnis) zum Buffet schoben, um dort gemeinsam zu essen, oder sich ein Mensch mit Behinderung neben das jüngste Kind setzte und mit ihm unterhielt. Begegnung auf Augenhöhe, gelungene Inklusion. Ein ganz herzliches Dankeschön an Esther Dressel-Hohstadt, die diesen Tag initiiert und vorbereitet hatte.

Text: Magdalene Merkel
Foto: Svenja Goluch

Podiumsdiskussion zum Thema Inklusion
26.08.2013

Am Montag, 26. August 2013, fand in der Kirche auf der Billebrinkhöhe eine Podiumsdiskussion zum Thema Inklusion mit Vertretern der im Rat der Stadt Essen vertretenen Parteien statt. Die Veranstaltung ging auf eine Initiative des Integrationsmodells in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde und dem Behindertenreferat zurück.

Anwesend waren je eine Vertreterin der CDU und der Linken und je ein Vertreter der SPD und der Grünen. Die FDP entsandte keine/n Vertreter/in.

Eingangs gaben alle ein Statement zum Thema Inklusion ab. Es bestand ein Grundkonsens darin, dass alle Menschen gleichberechtigt ausgestattet sind mit den Grundrechten und der Menschenwürde unabhängig von Geschlecht, Alter und Behinderung.

Die Gesellschaft muss für eine gelingende Inklusion die Voraussetzungen schaffen, dem Teilhaberecht des Einzelnen entsprechend, -und nicht umgekehrt der Einzelne mit seinen unterschiedlichen Beeinträchtigungen muss sich anpassen! Der immer noch vorherrschende Maßstab einer „gesunden Gesellschaft“ muss durch die Praxis einer ganzheitlichen umfassenden Inklusion überwunden werden. Inklusion ist als Bereicherung der Gesellschaft zu verstehen. Dort wo Lebens- und Arbeitsgemeinschaften zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten praktiziert werden, können auch die “Gesunden” neue Erfahrungen machen durch Teilhabe an Einschränkungen, die im öffentlichen Leben beiden vielfältig zugemutet werden und durch Stärken, die Menschen mit Behinderungen zu deren Bewältigung entwickeln.

Echte Inklusion meint Teilhabe aller Menschen mit und ohne Behinderungen am politischen, kulturellen und religiösen Leben der Gesellschaft. Die Gesellschaft muss dazu in der Lage sein, jedem die eigenen Möglichkeiten zu bereiten, die er benötigt. So gesehen bedeutet Inklusion auch, eine gemeinsame gerechte Gesellschaft zu werden, ohne Ausgrenzungen und Vorurteile. Inklusion ist also ein Prozess.

Wie lassen sich diese Grundsätze in der Realität umsetzen?

Bund, Länder und Kommunen haben im Konsens aller Parteien konkrete Aktionspläne aufgestellt. In ihnen ist aufgelistet, was getan werden muss und soll und was bereits in Anfängen umgesetzt ist.

- für den pädagogischen Bereich: Noch bestehen Förderschulen für spezifische Lernbehinderungen. Sie werden vorerst erhalten, während zugleich das Recht auf Besuch der Regelschule für alle Kinder schrittweise umgesetzt wird. Es muss sich zeigen, ob inklusive Schulen künftig alle Förderschulen ablösen können. Im Bereich der Kindertagesstätten ist die Inklusion bereits weiter entwickelt als in den Schulen.

- für den Arbeitsbereich: Noch weniger als im Bildungsbereich ist Inklusion im Arbeitsleben verwirklicht. Es gibt noch keinen ausreichenden Minderleistungsausgleich für Arbeitsplätze für behinderte Menschen im allgemeinen Arbeitsmarkt. Darum sind nur wenige – leistungsstarke – Menschen mit Behinderung dort tätig. Alle anderen sind entweder arbeitslos oder in einer Werkstatt für Behinderte tätig. Sie erfahren auch keine fachliche Ausbildung. Nur in ganz seltenen Fällen gelingt der Übergang von der Werkstatt in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Firmen können sich durch minimale Zahlungen von der Verpflichtung, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen, frei kaufen. Menschen mit Behinderung empfinden diese Situation als beschämend und ausbeuterisch. Sie erhalten ihren Unterhalt nicht als Lohn, sondern als Sozialhilfe. Deshalb können sie z.B. kein Geld ansparen. Die Entwicklung eines gemeinsamen Arbeitslebens ist eine herausragende und dringende Aufgabe unserer Gesellschaft.

- für den Finanzbereich:

- Inklusion ist Menschenrecht und darf nicht unter Finanzvorbehalt gestellt werden.

- Es wird notwendig sein, dass die vorhandenen, aber begrenzten Mittel in Bund, Ländern und Gemeinden intelligent gelenkt werden. Eine Umschichtung ist nicht einfach, aber auf Zukunft hin nötig!

- Der Bund muss die Sozialaufgaben der Kommunen mit finanzieren. Arbeitsagenturen müssen Vermittlung zur Arbeit, Begleitung am Arbeitsplatz und Minderleistung finanzieren. Inklusion verhindernde Regelungen müssen aufgegeben werden.


Zusammenfassung:

1. Inklusion fängt in den Köpfen an. Sie ist ein langer pädagogischer Lernprozess hin zu einem neuen Bewusstsein, der Weg einer Generation.

2. Was heute an Aktionsplänen vorhanden ist und was modellhaft und anfänglich schon geschieht, sind noch Einzelbausteine, die zu einem neuen gesellschaftlichen Ganzen zusammenwachsen werden. Insofern ist Inklusion ein Hoffnungslicht und ein Freiheitsversprechen.



Philipp Neßling / Heinrich Schlottmann

(Fotos: Christine Müller-Hechfellner)

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